Stress lass nach - resilient bleiben in einer digitalen Welt - Podcast mit Tatjana Utz

Shownotes

🎙 Mach dich unkaputtbar – Der Podcast 📅 Folge 12: Stress lass nach - resilient bleiben in einer digitalen Welt - Podcast mit Tatjana Utz 🗓 Veröffentlichungsdatum: 20.02.2025 🎧 Gäste: Tatjana Utz

🔹 Thema dieser Episode: Digitale Medien sind allgegenwärtig – vom morgendlichen Blick aufs Handy bis zum letzten Scrollen vorm Einschlafen. Doch wie beeinflusst unser Medienkonsum unser Stresslevel? Und was können wir tun, um resilient in einer digitalen Welt zu bleiben?

In dieser Episode sprechen YoYo Schweizer und Tatjana Utz, Trainerin und Coach für Resilienz, Positive Leadership und mentale Gesundheit, über digitale Stressauslöser, Strategien zur Stressbewältigung und konkrete Tipps für mehr digitale Achtsamkeit.

💡 Das erwartet dich in dieser Folge:

✔ Warum wir ständig aufs Handy schauen – und was das mit uns macht

✔ Digitale Medien als Stressfaktor: Sind wir selbst schuld?

✔ Wie digitale Reizüberflutung unsere mentale Gesundheit beeinflusst

✔ Kinder und Medien: Welche Folgen hat exzessiver Medienkonsum?

✔ Tipps für mehr digitale Balance: Selbstwahrnehmung, echte Pausen & Digital Detox

✔ Die Macht der positiven Inhalte: Wie du deinen Algorithmus für dich arbeiten lässt

✔ Resilienz in der digitalen Welt – kleine Schritte mit großer Wirkung

📌 Unsere Tipps für weniger digitalen Stress: ✅ Echte Pausen: Keine Social-Media-Feeds in der Mittagspause – stattdessen bewusst abschalten

✅ Second Screen vermeiden: Kein Handy beim Fernsehen oder Arbeiten

✅ Schlafhygiene verbessern: 2 Stunden vor dem Schlafen bildschirmfrei bleiben

✅ Bewusste Nutzung: Selbst entscheiden, wann und wie du digitale Medien konsumierst

✅ Good News Feed: Mehr positive Inhalte in deinen Algorithmus bringen

🎧 Jetzt anhören & abonnieren: 🔗 https://unkaputtbar.podigee.io/12-episode-12

💬 Was sind deine Strategien für einen bewussten Umgang mit digitalen Medien? Schreib uns in die Kommentare!

Transkript anzeigen

00:00:00: [Musik]

00:00:10: Herzlich Willkommen zum Podcast "Mach dich unkapputbar". Mein Name ist Jojo Schweizer und wir sprechen heute über Stresslass nach.

00:00:17: Resilient bleiben in einer digitalen Welt. Das erste, was ich morgens mache, ich schaue aufs Handy,

00:00:22: das letzte Abend, sich schaue aufs Handy und zwischendurch, ja, selbst auf der Toilette.

00:00:27: Man guckt mal schnell aufs Handy. Oft erwische ich mich dann dabei und sagt zu mir, oh, steht die Wälde noch?

00:00:32: Was hat sich denn verändert in den letzten fünf Minuten? Ich schäme mich kurz, um dann wieder aufs Handy zu gucken.

00:00:38: Und wenn es nicht das Handy ist, ist der Computer, das Tablet, der Fernseher, überall dodelt es. Man wird benachrichtigt und so richtig abschalten.

00:00:45: Das passiert nur, wenn aus Versehen der Akku leer ist, aber das passiert eigentlich auch nie, denn man sorgt ja vor mit einem Battery-Pack.

00:00:51: Es könnte ja was passieren. Also in den letzten fünf Minuten, man darf nichts verpassen.

00:00:56: Und deshalb freue ich mich, dass ich vorhin mein Handy ausgeschaltet habe und wir jetzt nur Stimme mit Stimme verbunden sind

00:01:03: und uns die Zeit nehmen zu sprechen, und zwar von Mensch zu Mensch.

00:01:07: Wir sprechen mit Tatjana Utz über digitale Stressauslöser, Resilienz und praktische Strategien, die uns helfen können,

00:01:14: endlich mal wieder zu entspannen. Tatjana, hallo.

00:01:18: Hallo.

00:01:19: Tatjana, du bist Trainerin, Coaching für positive Leadership, Resilienz und mentale Gesundheit.

00:01:27: Magst du uns noch ein bisschen was zu deiner Person verraten und nimmst du dein Handy auch mit auf Toilette?

00:01:32: Ja, also da kann ich gleich zu Anfang mal sagen, das mache ich tatsächlich nie.

00:01:38: Ja, ich finde, das ist so einer der letzten Räume, auch wenn man den vielleicht nicht nutzt,

00:01:46: für was man ihn eigentlich nutzen sollte, wo man sich mal ein bisschen zurückziehen kann.

00:01:50: Das rate ich sogar auch manchmal ganz gestressten Leuten in Unternehmen.

00:01:56: Wenn sie mal ein bisschen Ruhe brauchen, sich quasi auf stille Örtchen, wie so schon heißt, zurückzuziehen.

00:02:01: Aber das jetzt nur nebenbei.

00:02:04: Wie man schon hört, ja, ich arbeite eben auch mit Unternehmen.

00:02:10: Nach dort Workshops und Coachings für Führungskräfte und Mitarbeitende eben zu diesen von dir genannten Themen.

00:02:18: Und arbeite eben auch noch zusätzlich in meiner Praxis in München als Heilpraktikerin und Coaching,

00:02:25: also Heilpraktikerin für Psychotherapie und arbeite eben da auch schwerpunktmäßig mit Leuten,

00:02:31: die stressbedingte mentale Erkrankungen und Burnout haben.

00:02:36: Also das heißt, ich habe quasi so die ganze Palette zum Thema Stress in meinem Beruf jeden Tag vor mir, wenn man so will.

00:02:45: Ist es dann stressig für dich?

00:02:48: Nee, tatsächlich nicht. Also irgendwie ist es für mich das Thema Resilienz, Stressbewältigung.

00:02:54: Und das ist für mich so ein Herzensthema.

00:02:57: Also ich glaube, ich kann das für mich ganz gut, ja, wie soll ich sagen, so, mananzieren.

00:03:03: Dass ich merke, wenn ich jetzt irgendwie vielleicht eine Phase habe, wo viel ist, also viele Workshops, viele Coachings oder so,

00:03:11: ja, dass ich mir dann einfach ja als Freiberuflerin auch so ein bisschen wieder eine Phase freischaufle,

00:03:17: wo ich dann sage, jetzt muss ich mal so ein bisschen runterkommen, was Gutes für mich tun.

00:03:22: Und dann bin ich ja auch wieder gut in meiner Kraft für die nächsten Termine.

00:03:27: Wir sprechen jetzt ja über Resilienz in der digitalen Welt.

00:03:32: Die digitale Welt, die haben wir ja selber gemacht.

00:03:35: Wir haben uns auch selber entschieden, wie viel wir davon benutzen und konsumieren.

00:03:39: Sind wir also vielleicht selbst schuld?

00:03:42: Oder kann man einfach unseren Stress auf die digitale Medien abwälzen und sagen, die sind schuld?

00:03:47: Na ja, was heißt schuld?

00:03:51: Wir sind so ein Stück weit natürlich für unseren Medienkonsum auch verantwortlich.

00:03:57: Natürlich ist aber jetzt, sag ich mal, die digitalen Medien nicht unsere einzigen Stressauslöser.

00:04:04: Also es ist ja klar, wir haben im Moment wirklich viele Krisen in der Welt,

00:04:08: Skriptkriege, Skriptinklimawandel.

00:04:11: Wir alle wissen, dass der Leistungsdruck im Job und das Stress auch einfach zunimmt.

00:04:17: Viele Menschen haben Angst vor der Zukunft, was wird kostensteigen.

00:04:21: Also da kann man nun endlich weitermachen.

00:04:24: Und ich würde jetzt mal sagen, die digitalen Medien sind ein Stresser unter vielen, aber eben auch ein großer.

00:04:32: Also wie wir ja vorhin schon so schön bei der Neinführung gehört haben,

00:04:36: es ist einfach was, was uns überall hinbegleitet tatsächlich.

00:04:42: Und ja, ich würde einfach sagen, digitale Medien sind eben so wahnsinnig präsent

00:04:48: und beeinflussen eben nahezu jeden unserer Lebensbereiche, beruflich wie privat.

00:04:53: Aber wie kommt es denn dazu, dass die digitalen Medien einen so beeinflussen?

00:04:58: Naja, ich denke, ich habe mir mal so im Vorfeld ein bisschen überlegt auch,

00:05:03: was sind sie denn eigentlich genau beziehungsweise wo nutzen wir denn überhaupt digitale Medien?

00:05:09: Und wenn wir uns das mal so bewusst machen, dann ist das echt eine ganz schöne Menge.

00:05:14: Also das heißt, wir lesen unsere Bücher heute als E-Books, wir hören Podcasts,

00:05:20: wie wir gerade einen aufnehmen.

00:05:23: Wir unterhalten uns in Foren, wir nutzen wahrscheinlich fast alle Social Media Plattformen,

00:05:31: um mit Menschen zu kommunizieren, wir streamen Serien, schreiben uns auch noch die guten alten Mails.

00:05:39: In der Schule gibt es interaktive Whiteboards, wir nutzen Apps für unser Banking.

00:05:46: Also es ist eigentlich schier unüberschaubar, wo digitale Medien in unserem Leben auftreten.

00:05:53: Aber eigentlich würde ich jetzt mal so sagen, jedes einzelne hilft mir, ist besser als früher.

00:05:59: Ich habe mehr Möglichkeiten. Was genau macht mir denn da so viel Stress?

00:06:05: Ja, also es ist tatsächlich, das finde ich auch ein ganz wichtigen Punkt, dass man eben auch mal guckt,

00:06:10: dass es ja auch viele positive Aspekte hat, was du gerade nennst.

00:06:14: Also so eine Zeitersparnis, dass ich zum Beispiel Zeit und Ortsunabhängig Online Buchungen machen kann,

00:06:22: dass ich vielleicht einfach mir Behördengänge spare oder was im Internet bestelle oder mal schnell eine KI-Warsfrage.

00:06:31: Also ich glaube, das ist natürlich schon alles unbenommen, sehr hilfreich.

00:06:35: Und ansonsten ist es einfach, glaube ich, zum einen die viele Zeit, die wir damit verbringen.

00:06:42: Also ich habe mal so ein bisschen geguckt, da gibt es ganz interessante Studien,

00:06:46: gibt es so eine jährliche Studie von der Postbank, die spricht tatsächlich von 69 Stunden die Woche, die wir online sein sollen.

00:06:55: Wow, okay. Das ist eine Menge.

00:06:57: Ja, Wahnsinn.

00:07:00: Dann habe ich noch eine andere gefunden, also ARDZF Medienstudie, auch aus dem letzten Jahr.

00:07:06: Die kommen in Anführungsstrichen nur auf 25,6 Stunden die Woche.

00:07:11: Die einfach so ein bisschen andere Parameterabfragen.

00:07:14: Aber ich finde, beides ist einfach immens viel.

00:07:17: Das stimmt ja.

00:07:19: Ich überlege jetzt gerade, wann ich Zeit ohne Digitaliermedien verbringe.

00:07:22: Es ist schwierig.

00:07:25: Ja, tatsächlich.

00:07:27: Das ist nochmal die interessantere Frage.

00:07:29: Wann haben wir die eigentlich nicht um uns?

00:07:31: Ja, ja.

00:07:33: Also wie gesagt, ich habe mein Handy umhängen, weil ich sonst verliere irgendwo im Haus und deswegen nehme ich es auch mit auf Toilette und eigentlich will ich das nicht.

00:07:39: Aber dann sitzt man da und du hast ja gesagt, man hat mal Zeit.

00:07:43: Das ist so der einzige Ort, wenn die Kinder ein bisschen größer sind, wo sie einem nicht folgen und dann nimmt man das Handy wieder hoch.

00:07:48: Und eigentlich, also so richtig Zeit ohne Medien ist schwierig.

00:07:54: Ja, finde ich auch.

00:07:56: Und ich meine, das hat natürlich schon auch Auswirkungen.

00:07:59: Das wäre meine nächste Frage gewesen.

00:08:01: Welche Auswirkungen das auf uns hat, auf unsere Gesundheit?

00:08:04: Naja, wenn wir uns mal angucken, wie viel Zeit wir damit verbringen,

00:08:08: dann legt es ja eigentlich auf der Hand, dass wir umgekehrt diese Zeit ja weniger für andere Aktivitäten haben.

00:08:15: Und ja, tatsächlich ist es bei vielen Leuten dann der Bereich soziale Kontakte,

00:08:21: also dass ich eher mal so ein bisschen auf dem Handy oder übers Handy in Kontakt bleibe, als jemanden zu treffen.

00:08:27: Oder dass ich vielleicht dann eben die abendliche Sportverabredung ausfallen lasse

00:08:34: oder auch nicht so wirklich genug schlaft bekomme, weil ich bis spät in die Nacht vielleicht noch online bin.

00:08:40: Das sind mal so ein paar Parameter.

00:08:43: Was ich aber eigentlich wirklich interessant finde, ist auch tatsächlich das Thema Reizüberflutung.

00:08:50: Also wenn wir uns mal überlegen, was wir da die ganze Zeit so wahrnehmen,

00:08:57: also das ist ja eine wahnsinnig schnelle Abfolge von audiovisuellen Reizen.

00:09:02: Also wir hören da was, wir sehen bunte Bilder, das wechselt zack, zack, zack.

00:09:06: Das ist im Grunde genommen wie so eine ganz schnelle Abfolge von Dauerablenkung.

00:09:12: Und das ist für unser Gehirn natürlich eine Wahnsinnsarbeit.

00:09:16: Das hat eigentlich oft gar nicht die Zeit, diese Eindrücke zu verarbeiten und ist dann einfach auch mal schnell überfordert.

00:09:24: Das ist dann auch so ein Beispiel, wie sich Stress äußern kann, dass man sich überfordert fühlt?

00:09:28: Ja, das ist einer der Faktoren, die genannt werden, wenn Menschen eben sehr viel online unterwegs sind.

00:09:37: Da werden aber auch noch andere Dinge genannt, also gerade von den sogenannten Vielsurfern.

00:09:43: Das werden dann die Leute, die quasi mehr als fünf Stunden pro Tag online sind.

00:09:48: Weil ich das eigentlich gar nicht mal so viel finde, wenn man überlegt,

00:09:53: dass wir auch natürlich in der Arbeit viel online sind in den meisten Fällen.

00:09:58: Da geht es aber tatsächlich meistens auch um die Leute, die privat viel surfen.

00:10:02: Die fühlen sich nämlich tatsächlich ungesunder und nennen eben Dinge wie Muskelverspannungen.

00:10:09: Weil wir ja sehr häufig in so einer ganz unnatürlichen Haltung über dem Handy hängen zum Beispiel.

00:10:15: Ja, der Daumen tut auch öfters weh.

00:10:16: Ja, der Daumen, genau. Den gibt es auch, den Schmerzen den Daumen.

00:10:21: Dann natürlich eben Müdigkeit. Also es ist sehr anstrengend eben fürs Gehirn auch.

00:10:27: Erschöpfung wird genannt, Konzentrationsstörungen, aber auch Nervosität oder sogar depressive Symptome.

00:10:37: Also ich bin so ein Vielsurfer, das muss ich echt zugeben.

00:10:40: Bei mir kommt auch häufig tatsächlich Ärger mich so über mich selber.

00:10:45: Ich bin richtig sauer auf mich, weil ich dann abends merke, hey, du hast jetzt eine Stunde lang

00:10:51: irgendwelche Reals angeschaut, die dir überhaupt keinen Mehrwert bieten, irgendein Blödsinn.

00:10:59: Und dann denke ich mir, hey, du hättest dich einfach hinlegen können und schlafen und ich Ärger mich so.

00:11:04: Das ist eine interessante Überlegung, dass man sich über sich selber ärgert, damit quasi noch mal so ein bisschen mehr Stressprodukte.

00:11:14: Da finde ich, sind wir eigentlich gleich schon auch so ein bisschen in dem Bereich, was kann ich eigentlich machen oder wie kann ich das so ein bisschen stärker kontrollieren?

00:11:25: Da lass uns später zukommen. Ich würde tatsächlich da jetzt noch mal ein bisschen bleiben und zwar zu den kleineren Menschen gehen, zu den Kindern.

00:11:33: Ich sehe das jetzt bei meinen Kindern, die haben auch Stress mit digitalen Medien.

00:11:39: Ich habe da einfach ein Beispiel aus der Praxis bei uns.

00:11:41: Wir haben eingeführt, weil ich eigentlich wollte, dass sie nicht so lange Medien machen abends, dass sie um 20 Uhr ausmachen müssen.

00:11:48: Und dieses Einführen um 20 Uhr muss aus sein, hat so viel Stress geführt, dass ich es wieder abgebrochen habe.

00:11:55: Der Stress war nämlich der, dass sie dachten, sie müssen bis 20 Uhr Medien machen, weil danach dürfen sie nicht mehr.

00:12:03: Sie würden was verpassen und hatten dann davor überhaupt gar keine Zeit mehr, irgendwie das Spiel spielen oder Abendessen oder so.

00:12:10: Weil sie müssen ja Medien machen, um 20 Uhr wird ausgemacht.

00:12:13: Wie beeinflussen denn so digitalen Medien die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen?

00:12:19: Für die ist das auch Stress, oder?

00:12:22: Ja, klar, natürlich. Also im Grunde, ich würde jetzt nicht, ob man sagen kann, es ist mehr Stress, aber er wirkt sich vielleicht noch ein bisschen massiver aus.

00:12:32: Es gibt da ganz unterschiedliche Untersuchungen, tatsächlich ist es ja noch ein relativ junger Bereich.

00:12:41: Es gibt so seit etwa 20 Jahren Untersuchungen zu dem Thema, wie sich das eben auf Kinder und Jugendliche auswirkt.

00:12:49: Die Zahl der Untersuchungen, die noch so direkt diesen Zusammenhang untersucht, ist noch nicht so groß.

00:12:56: Man weiß jetzt auch noch nicht genau, was jetzt welchen Zusammenhang hat bzw. kann man nicht so genau sagen, wenn Kinder so und so lange digitale Medien nutzen, dann löst das dies und jenes aus.

00:13:09: Aber was man sehr deutlich natürlich sehen kann, ist, dass es schon Zusammenhänge gibt.

00:13:15: Und was du da gerade genannt hast, das ist tatsächlich etwas, das nicht nur Kinder haben, sondern auch Erwachsene.

00:13:21: Also dieses Phänomen des Fumo Fear of missing out, dass ich einfach das Gefühl habe, wenn ich nicht online bin, dann verpass ich was.

00:13:32: Also dann passiert irgendwas super spannendes und ich bin nicht dabei und das scheint da offensichtlich ja passiert zu sein.

00:13:38: Ja, durchaus. Du hast es gesagt, es ist jetzt noch nicht so erforscht. Für mich klingt 20 Jahre ewig lang.

00:13:46: Kann man schon absehen, welche Folgen das für die Zukunft für die Kids haben müssen oder vielleicht anders gefragt, wo könnten wir jetzt schon Weichen stellen für die Kinder?

00:13:56: Naja, ich finde, wenn man sich überlegt, dass diese Dinge wie Reizüberflutung eine große Rolle spielen oder dass ich da eben so kurze Abfolgen habe, wo ich mich auf was ganz kurz konzentriere und dann springt es wieder.

00:14:13: Also wenn wir jetzt hier von Kindern sprechen, da entwickelt sich das Gehirn ja noch.

00:14:18: Und da gibt es natürlich schon Untersuchungen, die sich damit beschäftigen.

00:14:24: Es gibt dann auch Hinweise darauf, dass zum Beispiel bei manchen Kindern die Sprachentwicklung gestört sein kann, wenn die sehr viel online sind, dass es eben auch zu Aufmerksamkeits- oder Konzentrationsstörungen kommt.

00:14:37: Und was ich auch interessant finde, was sehr deutlich ist in vielen Studien tatsächlich auch nachgewiesen, dass das Thema Übergewicht adipositas bei Kindern und eben auch die damit verbundenen Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes,

00:14:53: also dass das sehr stark ansteigt oder angeschieden ist in den letzten Jahren, einfach weil die Kinder halt weniger Bewegung haben, wenn sie nicht draußen spielen.

00:15:04: Und was du jetzt vorhin ja auch gesagt hast, diese Angst, was zu verpassen, da steckt natürlich auch das Thema Suchtpotenzial drin.

00:15:14: Das weiß man tatsächlich sehr stark so eher so auch im Bereich Online Games.

00:15:20: Es gibt auch interessante Untersuchungen zum Beispiel von der WHO dazu, dass jeder zehnte Jugendliche tatsächlich ein problematisches Verhalten in dem Bereich zeigt.

00:15:32: Und das sind ja auch Erkrankungen, also die Online-Spielsucht zum Beispiel, die jetzt neu in den Katalog der Klassifizierung der Erkrankungen aufgenommen worden sind.

00:15:45: Also das heißt, wir nehmen da natürlich schon wahr, dass das eine Auswirkung auf Jugendliche hat.

00:15:52: Und was man auch festgestellt hat, ist, dass zum Beispiel bei Jugendlichen Erkrankungen wie Ängste, Depressionen mehr werden, aber man weiß eben noch nicht so genau, kommt es von dem hohen Medienkonsum oder es ist eher so eine Folge daraus, dass diese Erkrankungen aus anderen Gründen zunehmen.

00:16:14: Was soll ich denn als Eltern jetzt bei Medienkonsum aus heutiger Sicht achten? Also das, was man schon weiß, wo man sagt, hey, das wäre gut, wenn man das vielleicht einhält oder so.

00:16:26: Ja, es gibt dann natürlich schon Leitlinien, gibt zum Beispiel die Medienleitlinie für Eltern von der deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin.

00:16:36: Und die sagen zum Beispiel ganz klar, eben auch unter anderem aus Gründen der Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder, dass Kinder unter drei zum Beispiel überhaupt keine Bildschirme Zeit haben sollten.

00:16:50: Und bei älteren Kindern wird das dann eben immer so ein bisschen mehr.

00:16:55: Das heißt, so zwischen drei und sechs sollten 30 Minuten pro Tag reichen und bei sechs bis neunjährigen ungefähr 45 Minuten pro Tag.

00:17:05: Aber wie du schon sagst, die Umsetzung ist natürlich dann eine andere Frage.

00:17:09: Ja, das fängt schon früh beim Bus an. Also die Kinder halten sich gegenseitig plätzefrei, weil sie dann zusammen mit dem Handy datteln und spielen.

00:17:18: Ja, genau. Also man hat ja gar nicht mehr so den ganzen Tag auch die Kontrolle, die soll das auch gehen.

00:17:23: Und ich glaube, es ist wirklich wichtig, dass man da vielleicht eher so allgemeine Regeln auch aufstellt. Also zum Umgang damit beispielsweise, wie gehe ich denn also mit der Privatsphäre um?

00:17:37: Also dass man eben nicht alles irgendwie in Messengerdiensten oder in den sozialen Netzwerken postet, dass man eben ja auch nicht von der Familie oder von anderen Leuten ungefragt irgendwas preisgibt oder eben auch zum Beispiel, wie gehe ich denn mit unangemessenen Inhalten um, wenn mir die als Kind, als Jugendlicher quasi natürlich da auch vor die Nase kommen.

00:18:02: Und wenn ich jetzt einen Jugendlichen daheim habe und ich merke, der ist nicht mehr ansprechbar, der ist nur noch online, der spielt nur noch, also besprechen von der Spielzucht.

00:18:11: Das ist als Krankheit anzusehen, das heißt, ich gehe tatsächlich zum Arzt und sage Hilfe.

00:18:17: Ja, also ich denke schon, wenn man da solche Dinge bemerkt, wie zum Beispiel die schulischen Leistungen lassen nach, das Kind zeigt zum Tumor von einem sozialen Rückzug.

00:18:26: Also das vielleicht einfach dann auch wirklich nicht mehr die Freundinnen zum Spielen kommen. Also das sind schon so Anzeichen.

00:18:34: Man merkt das ja auch an der Stundenzahl, wie lange wird da gezockt oder wie heftig sind die Reaktionen, wenn man es eben verbietet.

00:18:41: Das ist natürlich immer auch so eine ganz persönliche Einschätzung der Eltern, die ihre Kinder da auch am besten kennen.

00:18:48: Aber wenn sowas dann schon auch Auswirkungen hat, die man deutlich bemerkt, dann würde ich schon, also wenn das mit dem Kind sprechen nicht mehr so gut funktioniert,

00:18:57: vielleicht schon mir irgendwo auch nochmal Hilfe holen oder auch einfach mal professionell Hilfe um nachzufragen, ist es denn schon bedenklich und was können wir denn tun?

00:19:07: Und ich denke, man selber als Eltern kann als Vorbild funktionieren und da kommen wir jetzt wieder zu uns zurück und auch zu den Beispielen, was man machen kann.

00:19:18: Wie kann ich denn diesem Stress resiliente entgegenwirken? Was kann mir da helfen?

00:19:24: Also Vorbildfunktion ist da natürlich klar, bei Kindern und Jugendlichen ganz wichtig, weil wenn ich selber quasi ständig dran hängen, dann kann ich schlecht vermitteln, dass das nicht so toll ist.

00:19:35: Aber ich bin hier erwachsen und das ist ein Kind.

00:19:38: Genau.

00:19:39: Du hast recht.

00:19:40: Das ist das eine, ja. Trotzdem ist man da nicht so ganz glaubhaft.

00:19:44: Stimmt.

00:19:45: Naja, ja, ich aus eigener Erfahrung, ja.

00:19:47: Genau.

00:19:48: Also heißt es natürlich schon klar, es lohnt sich mal zu gucken, wie es denn mein eigenes Verhalten ist.

00:19:54: Ja.

00:19:55: Und ja, da finde ich kann man ganz wunderbar so ein bisschen mit den Schutzfaktoren der Resilienz arbeiten.

00:20:02: Also da gibt es bestimmte Faktoren, mit denen wir einfach unsere persönliche Resilienz stärken können.

00:20:08: Und ich habe mir so ein bisschen überlegt, wie wir das auf das Thema digitale Medien übertragen können.

00:20:15: Und was du da genannt hast gerade, das ist im Grunde schon einer der Schutzfaktoren, nämlich die Selbstwahrnehmung.

00:20:23: Also dass ich überhaupt mal ganz bewusst darauf achte, wie lange oder wie oft am Tag und wann genau nutze ich denn eigentlich digitale Medien.

00:20:35: Also macht das wirklich immer Sinn?

00:20:38: Oder wie du vorhin schon gesagt hast, dann ärgere ich mich hinterher, weil ich eigentlich irgendwie so von einem zum nächsten gescrawlt habe und gar nicht so genau weiß, was ich da eigentlich angeguckt habe.

00:20:48: Und eben zu schauen, mir so ganz bewusst gibt es so Momente, in denen ich vielleicht während ich das mache schon Stress empfinde.

00:20:59: Und was genau löst denn denn eigentlich aus?

00:21:02: Ist das vielleicht so ein Zwicken im Nacken, weil ich einfach merke, ich habe jetzt eben schon die ganze Zeit den Kopf auf der Brust.

00:21:11: Und mein Daumen, wie du gesagt hast, tut schon weh.

00:21:14: Es löst ja auch Stress aus.

00:21:16: Oder ist es einfach so, dass ich vielleicht auch merke, mir wird das jetzt irgendwie zu viel.

00:21:22: Ich werde schon noch ein bisschen unruhig, so ein bisschen nervös.

00:21:26: Und ja, das ist so ein Anzeichen oft davon, dass man merkt, jetzt wird mir die schwierige Bilder, Audioflut einfach vielleicht auch zu viel.

00:21:35: Und was kann ich dann tun?

00:21:37: Also hast du da irgendwie Beispiel für mich, wenn ich merke, hey, ich bin zu viel am Handy, es ist zu viel Einfluss von überall her.

00:21:43: Es gibt ja auch Kühlschränke, die mittlerweile vorne drauf so ein Dissert haben.

00:21:47: Was mache ich denn dann?

00:21:49: Wie kann ich mir helfen?

00:21:51: Ja, die Frage ist eben, wenn man so was überhaupt mal feststellt.

00:21:55: Und ich glaube, das ist wirklich im Sinne der Selbstvernehmung der erste Schritt überhaupt drauf zu achten.

00:22:00: Und dann sind wir beim nächsten Schutzfaktor der Resilienz mal so in die Selbstreflexion zu gehen.

00:22:08: Und zu sagen, wie reagiere ich denn eigentlich auf diese Wahrnehmung, auf diese Bedürfnisse, dass ich vielleicht schon nervös werde?

00:22:16: Gibt es da so bestimmte Muster?

00:22:19: Also das heißt, ich ignoriere das einfach und mache weiter?

00:22:23: Oder nehme ich das wirklich wahr und handle dann auch entsprechend?

00:22:28: Ja, je nachdem, wie ich mich gerade fühle, was ich gerade denke.

00:22:32: Und was ich da wirklich immer wieder nur sagen kann, das ist das Thema echte Pausen.

00:22:39: Also, dass ich einfach meinem Gehirn immer wieder mal die Möglichkeit gebe,

00:22:45: mich von dieser ganzen Informationsflut, und sei es nur für ein paar Minuten, wirklich mal zu erholen, das mal zu verarbeiten

00:22:54: und mal so ein bisschen Zeit zu geben, einfach zur Ruhe zu kommen.

00:22:59: Und mal so ein ganz praktisches Beispiel, dass ich zum Beispiel zwischen zwei Online-Meetings wirklich 10 Minuten plane

00:23:10: und die auch einhalte, also dass ich quasi nicht von einem zum nächsten gleich switche,

00:23:17: sondern sage, naja, ich geh pünktlich aus dem alten Meeting raus und in das neue rein,

00:23:23: von der Planung her, wenn es möglich ist, nach 10 Minuten, um einfach mal durchzuatmen.

00:23:29: Und in den zehn Minuten gehe ich dann nicht auf Instagram und guck, was mein Feed macht,

00:23:33: sondern ich schau in die Ferne.

00:23:36: Genau, also das ist tatsächlich gemeint mit echten Pausen.

00:23:39: Ich war das natürlich in den Workshops dann häufig.

00:23:42: Auch naja, in der Pause finde ich es total entspannt, wenn ich dann irgendwie ein Handyspiel

00:23:47: mache.

00:23:48: Schierig!

00:23:49: Genau, also wir erwischen uns da alle bei.

00:23:54: Die Höhren finden jetzt nicht so entspannend.

00:23:56: Es ist vielleicht besser da einfach mal zu den guten alten Entspannungstechniken zurückzukommen

00:24:05: und vielleicht einfach auch mal so eine Minutenatmung zu machen.

00:24:08: Und ich finde, es ist auch ganz interessant.

00:24:11: Die Leute sagen dann bei so was gerne, dafür habe ich gar keine Zeit.

00:24:15: Aber für das Händchen schon, das ist interessant.

00:24:19: Ja, das ist wirklich interessant.

00:24:21: Jetzt kommen wir zur Selbstvernehmung, Selbstreflektion.

00:24:24: Da gibt es dann noch Mehrschutzfaktoren, oder?

00:24:27: Ja, also eins davon finde ich eigentlich auch ganz wichtig.

00:24:30: Das ist quasi der Optimismus.

00:24:32: Wir kennen das ja alle, wenn wir dann so den ganzen Tag irgendwie streamen, googeln, dass

00:24:38: wir permanent eigentlich überflutet werden, so mit negativen Nachrichten, was alles Schreckliches

00:24:44: passiert und da vielleicht auch mal bewusst gegen zu steuern und zu sagen, also tatsächlich

00:24:51: mal einzugeben, die Suchmaske, was sind denn eigentlich gute Nachrichten?

00:24:56: Es kommen tatsächlich auch viele Sachen, sind halt die Dinge, die sich erst mal nicht

00:25:02: so gut verkaufen wie Katastrophen, aber die gibt es auch.

00:25:06: Und wenn wir da nicht bewusst so ein bisschen steuern, dann werden uns die eben gar nicht

00:25:11: angezeigt.

00:25:12: Das finde ich auch ganz schön, um einfach so diesen Stressfaktor der negativen Nachrichten

00:25:18: so ein bisschen auch zu steuern.

00:25:20: Aber das machen wir dann schon wieder online.

00:25:22: Ja.

00:25:23: Aber du meinst damit, wir können unseren Algorithmus auch so ein bisschen steuern, dass wenn wir

00:25:28: online sind, eben die Good News bekommen oder mehr bekommen.

00:25:31: Naja, oder auch.

00:25:32: Also das ist so ein bisschen wie im echten Leben, wo ich auch sagte, wir Menschen neigen halt

00:25:38: sehr dazu.

00:25:39: Also das ist auch tatsächlich so gewollt, dass wir die negativen Dinge sehr viel stärker

00:25:44: wahrnehmen.

00:25:45: Und das macht natürlich was mit uns, wenn uns der Algorithmus permanent diese negativen

00:25:50: Dinge dann auch noch geholft zuspielt.

00:25:52: Also das macht schon auch was mit unserer Stimmung.

00:25:55: Und das ist eigentlich relativ egal, ob wir das online oder offline machen, eben tatsächlich

00:26:01: auch mal wahrzunehmen, was da auch passiert.

00:26:05: Nämlich auch Dinge, die vielleicht gerade ganz gut sind, gar nicht so schlecht sind oder

00:26:11: parallel zu allem dem, was ja ohnehin auf uns einprasselt, auch passiert an guten Nachrichten.

00:26:18: Das heißt, Resilientbleiben in der digitalen Welt hat einfach wahnsinnig viel damit zu

00:26:24: tun, mich selbst zu beobachten, zu schauen, was mache ich, wie mache ich, wie reagiere

00:26:30: ich.

00:26:31: Wo kann ich mir dieses Digitale ein bisschen nehmen oder zumindest das negative Digitale?

00:26:37: Ja, es ist glaube ich auch so eine Frage des Umgangs, also das sind natürlich sehr wichtige

00:26:43: Punkte, was ich auch ganz interessant finde dabei im Umgang damit, ist tatsächlich wie

00:26:49: aktiv oder passiv für das Nutzen.

00:26:51: Also beispielsweise, wenn wir auf die sozialen Medien oder sozialen Netzwerke mal gucken,

00:26:59: da ist es tatsächlich auch sehr gut untersucht, dass es gesünder für uns ist, wenn wir aktiv

00:27:06: selber was posten, wenn wir was teilen, wenn wir was kommentieren, als wenn wir das quasi

00:27:12: alles so passiv über uns ergehen lassen.

00:27:15: Also nur konsumieren quasi.

00:27:16: Genau.

00:27:17: Ohne Teil zu nehmen.

00:27:19: Genau.

00:27:20: Und auch das ist so eine zweischneidige Geschichte, das ist nämlich auch ganz interessant, weil

00:27:25: wenn wir dann auf unsere Posts Likes, Reposts oder Kommentare bekommen, dann wird interessanter

00:27:32: Weise unser Belohnungssystem im Gehirn aktiviert.

00:27:36: Das funktioniert so ein bisschen ähnlich wie bei Drogen und dann wollen wir mehr davon

00:27:41: und schon sitzen wir natürlich also wieder länger dran.

00:27:45: Das heißt, es ist tatsächlich der richtige Umgang mit digitalen Medien ist schon eine

00:27:51: relativ komplexe Sache, wenn man so will.

00:27:53: Ich finde es super interessant.

00:27:56: Jetzt vielleicht ist noch interessant zu wissen, was zählt denn alles dazu ist jetzt,

00:28:02: wenn ich jetzt viel WhatsApp mache, also wenn ich jetzt mit Leuten Sprachnachrichten

00:28:05: austausche, statt zu telefonieren oder zu schreibe, das zählt auch zu den digitalen Medien,

00:28:10: oder?

00:28:11: Oder ist das einfach nur eine Kommunikationsform?

00:28:12: Nee, das zählt tatsächlich auch zu den digitalen Medien und das bringt uns im Grunde

00:28:17: genommen so ein bisschen zum nächsten Schutzfaktor auch schon, nämlich die Bindung oder die

00:28:22: sozialen Netzwerke.

00:28:23: Es ist tatsächlich mittlerweile auch ganz gut erforscht, dass es natürlich nicht nur

00:28:28: negativ ist, wenn wir über WhatsApp oder so in Kontakt bleiben.

00:28:32: Allerdings macht es natürlich schon auch einen Unterschied, ob wir Leute dann immer mal

00:28:38: wieder quasi in echt treffen.

00:28:40: Und ich denke, das kann man auch nutzen oder gerade eben diese Messengerdienste oder die

00:28:48: sozialen Medien um da in Kontakt zu bleiben.

00:28:51: Ich habe zum Beispiel Familie in den USA, die schicken da einmal im Jahresende so einen

00:28:58: Link zu so einer privaten Homepage mit Fotos und Videos und kleinen Geschichten.

00:29:05: So was finde ich halt ganz toll.

00:29:07: Also das ist natürlich sehr schön.

00:29:09: Dann ist natürlich aber eben auch dieser Bereich, wo ich sage, na ja, wann habe ich

00:29:15: denn das letzte Mal meine Freunde, vielleicht Familie, wann habe ich denn die Leute, die

00:29:22: vielleicht ein bisschen weiter wegwohnen, mal in echt getroffen.

00:29:26: Und das ist schon natürlich auch wichtig, dass man sagt, na ja, dann verabredet man

00:29:32: sich oder man nimmt mal den Telefonhörer in die Hand und hört sich zumindest mal.

00:29:38: Und ja, diese gesunden sozialen Kontakte, das ist tatsächlich etwas, das für uns

00:29:45: Menschen ganz, ganz wesentlich ist, um einfach die mentale Gesundheit auch zu erhalten.

00:29:50: Sprachnachrichten zählt da nicht.

00:29:53: Also du meinst wirklich eins zu eins sprechen, so wie wir jetzt?

00:29:56: Ja, es ist natürlich schon was anderes, weil ich natürlich da gleich in Echtzeiten eine

00:30:01: Reaktion bekomme.

00:30:02: Also eine Sprachnachricht, die kann ich ja auch erst mal vielleicht unbeantwortet lassen.

00:30:07: Oder ich kann mal einfach ein bisschen überlegen, was ich da genau antworte.

00:30:13: Also wenn wir jetzt natürlich am Telefon in so einem eins zu eins Gespräch uns unterhalten,

00:30:20: ich glaube, da kommen dann einfach auch schon nochmal ganz andere Themen auf.

00:30:24: Oder ja, dass wir da einfach vielleicht auch ein bisschen tiefer ins Gespräch einsteigen,

00:30:30: als wenn wir so stakatuartig uns dann einfach nur Sprachnachrichten oder Textnachrichten

00:30:35: schicken.

00:30:36: Vierschutzfaktoren haben wir, hast du noch mehr?

00:30:40: Ja, also was ich tatsächlich da auch noch ganz schön finde, ist der Aspekt der Selbstwirksamkeit.

00:30:49: Nämlich, dass ich mir irgendwie klar mache, dass ich tatsächlich nicht komplett abhängig

00:30:56: davon bin, dass die digitale Mediennutzung mir nicht passiert, sondern dass ich da eben

00:31:02: schon Einfluss draufnehmen kann.

00:31:05: Also dass ich da schon sehr selbstwirksam werden kann.

00:31:07: Ja, so Stichwort Digital Detox.

00:31:11: Da denken sich dann alle, oh Gott, ich kann noch nicht völlig ohne digitale Medien leben.

00:31:16: Soll man ja auch gar nicht oder geht gar nicht in der heutigen Welt.

00:31:21: Aber eben so wie vorhin schon angesprochen, diese Frage, wann macht es den Sinn, wann

00:31:28: nutze ich das bewusst oder wann lasse ich mich da einfach wirklich so von mitreißen.

00:31:32: Und da gibt es natürlich auch so ein paar ganz einfache Tipps oder Dinge, die man tun

00:31:39: kann.

00:31:40: Was ich ganz interessant finde, ist tatsächlich dieser Tipp, dass man keinen Second Screen

00:31:47: verwenden soll.

00:31:48: Also beispielsweise, wenn wir zu Hause am Computer sitzen und arbeiten und dann neben

00:31:55: dran das Handy liegen haben, das wäre so ein Beispiel für einen Second Screen, also

00:32:00: für einen zweiten Bildschirm.

00:32:02: Und dann werden wir quasi ständig aus der Arbeit, also von unserer Aufmerksamkeit auf

00:32:08: diese Tätigkeit herausgerissen, gucken aufs Handy, konzentrieren uns da kurz drauf, werden

00:32:15: wieder rausgerissen und müssen uns wieder neu in die Arbeit einfinden.

00:32:20: Und das verursacht zum Beispiel nachweislich ganz schön viel Stress.

00:32:25: Also das heißt, dieses Handy lieber zum Beispiel während der Arbeit dann in ein anderes Zimmer

00:32:31: legen.

00:32:32: Ich finde es gerade ganz interessant.

00:32:35: Ich gehe immer von mir aus, ich habe sogar schon zwei Bildschirme vor mir, plus das Handy.

00:32:42: Ja genau.

00:32:43: Aber du hast völlig recht.

00:32:45: Manchmal vergesse ich auch absichtlich, also ich vergesse es einfach absichtlich das Handy

00:32:49: irgendwo, einfach um mich selber auszutricksen, damit ich mich konzentrieren kann auf das

00:32:55: eine und nicht noch aufs Handy gucke.

00:32:58: Ja, das macht tatsächlich was mit uns.

00:33:00: Also wir wissen ja, dass da was passiert.

00:33:02: Wir wissen ja, dass da wahrscheinlich irgendeiner eine Nachricht geschickt hat oder was Neues

00:33:07: gepostet hat.

00:33:08: Und da sind wir wieder bei dieser Angst, was zu verpassen.

00:33:11: Also das ist so ein Automatismus.

00:33:12: Und wenn wir also sehr konzentriert an irgendwas arbeiten wollen, dann lohnt sich das wirklich

00:33:17: ganz bewusst.

00:33:18: Andere Geräte, auch ein iPad oder so oder was auch immer man nutzt, einfach dann vielleicht

00:33:24: in ein anderes Zimmer erstmal zu gehen.

00:33:26: Hast du noch mehr praktische Tipps?

00:33:29: Wenn ich irgendwie sage, ich will mein Medienkonsum auf Dauer ein bisschen reduzieren, wenn ich

00:33:34: den verringern will, was kann ich dann noch machen?

00:33:37: Ja, also wenn wir gerade schon quasi bei den Bildschirmen und wo die so sein sollen.

00:33:41: Bleiben.

00:33:42: Das Bildschirmfreie Schlafzimmer ist also auch noch mal so ein ganz wichtiger Tipp, dass

00:33:49: man da also nicht vor dem Einschlafen noch mal schnell irgendwie auf dem Handy rumtippt

00:33:53: oder vielleicht auch ein Fernseher im Schlafzimmer hat, wo man da nochmal die nächste Netflix-Serie

00:33:59: streamt, sondern gerade das Schlafzimmer soll einfach wirklich so ein reiner Ort der Erholung

00:34:07: sein, der dem Schlaf dient, um einfach dann auch dort ja gut und gesund schlafen zu können.

00:34:15: Also das ist wirklich so ein ganz praktischer Tipp auch aus der Schlafhygiene, wie man

00:34:19: das so schön nennt.

00:34:20: Und es wird tatsächlich auch empfohlen, dass man zwei Stunden vor der Schlafenszeit

00:34:26: beispielsweise auch keine digitalen Medien nutzen sollte, um einfach eben dem Gehirn die

00:34:32: Möglichkeit zu geben, zur Ruhe zu kommen, sich auf den Schlaf einzustellen und dann

00:34:39: vielleicht lieber irgendwie ein anderes kleines Ritual einzuführen.

00:34:43: Ich sag mal jetzt, das sind ja auch kleine Rituale, wenn ich sag um die und die Zeit gucke

00:34:48: ich immer in mein Handy und stattdessen eben was anderes zu machen, was mir gut tut.

00:34:54: Wie viel von diesem Digital Detox täte uns denn so richtig gut?

00:35:01: Ich glaube, das ist individuell schon auch ganz unterschiedlich.

00:35:06: Ich merke das an mir selber auch.

00:35:08: Also wenn ich selbst drum herum wahnsinnig viel habe, gerade an vielleicht beruflichen

00:35:14: Terminen oder einfach auch Stress oder persönlichen Themen, dann merke ich, dass ich sehr viel

00:35:20: schneller mich überfordert fühle, wenn dann noch ganz viel online passiert.

00:35:26: Das sind so die Zeiten, wo ich dann tatsächlich auch bewusst sage, da ist es mir dann echt

00:35:31: auch mal egal, ob irgendjemand in den sozialen Netzwerken, sei es beruflich oder privat,

00:35:37: was geschrieben hat und ich jetzt ganz schnell reagieren müsste, dann lege ich es einfach

00:35:42: weg oder ich gucke da nicht rein.

00:35:43: Wenn ich jetzt merke, es ist eh eine relativ ruhige Zeit, dann kann ich da viel entspannter

00:35:50: auch mal häufiger gucken.

00:35:51: Aber auch da ist es vielleicht manchmal ganz gut, zum Beispiel im Urlaub oder so, zu sagen,

00:35:58: gerade dann mache ich es eben nicht und genieße mal das, was sonst so um mich herum passiert.

00:36:03: Ich sage immer bewusst vergessen.

00:36:05: Also ich entscheide mich dafür, das Handy zu vergessen oder den Computer halt nicht mitzunehmen.

00:36:12: Ich glaube auch, dass bewusst entscheiden, also dass man sich nicht wie vorhin die Kinder

00:36:17: auch genannt, so ein bisschen fühlt als wäre das ein Verbot, sondern eher sowas, wo ich

00:36:24: sage, das kann ich quasi für mich entscheiden, als bewusste Entscheidung.

00:36:29: Also zum Beispiel eben auch im Job ganz klar zu kommunizieren.

00:36:33: Ich bin am Feierabend nicht erreichbar per Mail oder WhatsApp oder was auch immer.

00:36:40: Ich bin am Wochenende nicht erreichbar und im Urlaub schon gar nicht.

00:36:44: Also das sind ja so bewusste Entscheidungen, die uns auch so ein Stück Entscheidungsfreiheit

00:36:50: zurückgeben.

00:36:51: Das darf man sich ja auch entscheiden.

00:36:54: Also das ist ja auch rein rechtlich völlig okay.

00:36:56: Ja, das ist ja für viele glaube ich tatsächlich ein Problem, nicht erreichbar zu sein für

00:37:01: den Chef, weil es könnte ja und dann fällt das ja negativ auf mich zurück.

00:37:05: Aber man darf das.

00:37:06: Man darf das, das ist mal das eine.

00:37:09: Und das ist tatsächlich auch was, was ich in den Führungskräfte Seminaren sehr häufig

00:37:15: sage, sind wir auch wieder so ein bisschen bei der Vorbildfunktion.

00:37:18: Also quasi zu sagen, es ist völlig okay, ist nicht nur okay, wenn ihr das tut, sondern

00:37:24: ich möchte das ganz bewusst und auch um der Gesundheit willen und dann eben auch das

00:37:30: vorzuleben und zu sagen, ich mache das genauso und auch zu sagen, ich erwarte das nicht von

00:37:35: euch.

00:37:36: Weil da ist sonst einfach wirklich ganz oft eben diese Angst, dass man vielleicht dann

00:37:42: was nicht mitbekommt oder dass man übergangen wird oder dass man vielleicht einfach in wichtigen

00:37:48: Projekten interessante Sachen nicht mitkriegt.

00:37:51: Und wenn das aber generell so eine Prämisse ist, dass um eine bestimmte Uhrzeit einfach

00:37:58: auch die berufliche Erreichbarkeit nicht mehr ist, dann ist das, nimmt es für alle mehr

00:38:02: Druck raus.

00:38:03: Also viele Firmen machen das ja auch ganz klar mit ihren Richtlinien.

00:38:07: Ja, ja, Richtlinien sind immer das eine, was dann im echten Leben passiert ist für immer

00:38:12: das andere.

00:38:13: Genau, ja.

00:38:14: Ich finde also diese Frage auch, wie viel ist denn gut?

00:38:20: Also da sind wir im Grunde auch nochmal so ein bisschen bei den Schutzfaktoren.

00:38:24: Wenn wir nämlich da den Schutzfaktor Lösungsorientierung anschauen, ich glaube da ist ganz wichtig

00:38:32: einfach auch zu sagen, wenn ich da so Lösungen finde oder für mich suche, welche sind denn

00:38:38: da realistisch oder welche sind denn einfach umsetzbar?

00:38:43: Und ich meine jetzt zu sagen, ab Nachmittags mache ich irgendwie nur noch meine Projekte

00:38:49: ganz konzentriert und gehe nicht mehr ans Telefon und reagiere nicht mehr auf Mails,

00:38:53: ist wahrscheinlich realistisch schwierig umsetzbar.

00:38:55: Was aber umsetzbar ist, sind so kleine Dinge wie vorhin die sogenannten echten Pausen

00:39:02: ohne Social Media zum Beispiel, wo ich auch nochmal den Faktor Bindung so ein bisschen

00:39:07: stärken kann, wenn ich vielleicht lieber mit Kollegen und Kollegen in den Essen gehe und

00:39:12: mich da nett unterhalte zum Beispiel.

00:39:14: Und eben auch, das sind wir auch nochmal beim letzten Schutzfaktor quasi, der Akzeptanz

00:39:22: zu sagen kleine Schritte sind okay.

00:39:24: Also das heißt, ich habe vielleicht auch gewisse Rahmenbedingungen, die ich akzeptieren muss,

00:39:31: also dass ich eben auf bestimmte Dinge jobmäßig reagieren muss oder dass ich vielleicht für

00:39:37: meine Kinder auch erreichbar sein muss, tagsüber logischerweise.

00:39:41: Aber dass es eben kleine Dinge, dass die auch schon mal einen großen Unterschied machen

00:39:46: können und auch manchmal einfach das Thema Selbstakzeptanz.

00:39:51: Vielleicht ist der ganz große Wurf was, was ich gerade noch nicht so schaffe, vielleicht

00:39:56: ist es okay einfach zu sagen, ich probiere mal einen kleinen Schritt zu gucken, was

00:40:02: mir da besser tut oder dass ich vielleicht auch einfach mal die fünf Minuten reduziere

00:40:08: und nicht sage, ich kasteil mich jetzt eine Woche mit Handy verboten zum Beispiel.

00:40:12: Mit kleinen Schritten kommt man auch vorwärts, finde ich, ne?

00:40:15: Ja, schön fall.

00:40:16: Stetig, das ist ja das Schöne.

00:40:18: Ich habe zwei so praktische Sachen, die ich mache oder ich versuche es immer wieder,

00:40:25: ist einmal beim Essen das Handy nicht am Tisch liegen zu haben, sondern irgendwo ganz anders,

00:40:32: dass du wirklich beim Essen bist und nicht nebenher noch, ach schnell, noch gucken und

00:40:36: hier und das andere ist, wenn ich Fernsehen gucke oder eine Serie oder irgendetwas, nicht

00:40:44: gleichzeitig auf dem Handy etwas spielen.

00:40:46: Genau, da werden wir quasi auch wieder beim Second Screen, ja, also das sind wir ja dann

00:40:50: auch schon wieder aufmerksam gehabt auf eine Sache.

00:40:53: Ein Grund ist immer da auch schon so ein bisschen im Bereich Achtsamkeit, ja.

00:40:56: Wenn ich esse, dann esse ich und wenn ich spazieren gehe, gehe ich spazieren und wenn

00:41:02: ich auf dem Handy gerade tippe, dann mache ich eben genau das und mach das aber bewusst

00:41:09: und eben eben auch wahr, wie lange ich das mache und wie es mir dabei geht.

00:41:15: Was ich jetzt so mitgenommen habe, um der digitalen Welt resilient zu begegnen, es

00:41:21: liegt einfach wahnsinnig viel an mir selbst, an dem wie ich mich beobachte, wie ich sage,

00:41:27: hey, das mache ich jetzt nicht mehr, ich mache das jetzt anders und dann kann ich

00:41:33: auch einfach diesem digitalen Wahnsinn resilient begegnen, oder?

00:41:37: Ja, also das ist mal das eine, das ist ein ganz interessanter Punkt, weil auf der anderen

00:41:44: Seite ist es ja tatsächlich so, dass wir uns wahnsinnig häufig gerade in den sozialen

00:41:50: Netzwerken zum Beispiel mit anderen vergleichen.

00:41:53: Also dass wir gar nicht so sehr schaffen zu sagen, das bin ich, das sind die anderen,

00:42:00: sondern es ist übrigens auch einer der meist genannten Stressfaktoren, dass man sich eben

00:42:06: in diesen sozialen Vergleich begibt und irgendwie so das Gefühl hat, die anderen, die sind

00:42:12: irgendwie total erfolgreich oder die posten total stressfrei permanent, super Content,

00:42:19: bei denen sieht es auf den Fotos immer prima aus, die machen wahnsinnig tolle Reisen,

00:42:24: die machen irgendwie beruflich einen tollen Schritt nach dem anderen und da ist es tatsächlich

00:42:30: auch nochmal gut, glaube ich, ja so eine Art Realitätscheck zu machen.

00:42:35: Wenn man da mal so auf sich selbst guckt, wir alle sind wahrscheinlich bemüht, gerade in

00:42:42: den digitalen Medien nach außen hin so ein möglichst positives Bild abzugeben, also

00:42:48: kaum einer von uns wird wahrscheinlich sagen, hier ist ein Foto, bin gerade aufgestanden,

00:42:53: hab wahnsinnig Augenringe schlecht geschlafen und der Tag beginnt irgendwie schlecht, sondern

00:42:59: das Posten beginnt danach, wenn wir quasi ja irgendwas zu posten haben, was einen guten

00:43:06: Eindruck macht.

00:43:07: Wenn wir uns ein Gesicht aufgelegt haben.

00:43:09: Wenn wir uns ein Gesicht aufgelegt haben, ja.

00:43:11: Und das ist glaube ich auch wichtig zu sagen, dass es ja im Grunde jeder so macht und

00:43:18: da finde ich zum Beispiel ganz schön diesen Kanal von Celeste Barber auf Instagram.

00:43:25: Ach großartig, ja.

00:43:26: Ganz bestimmt.

00:43:27: Ja, komme die Frau, die so ganz perfekte Models nachmacht und sie selber ist einfach so

00:43:34: eine ganz stinknormale Frau.

00:43:36: Ja, genau, diese australische Komedien, die eben dann die Models und Stars parodiert

00:43:41: und ich finde, das zeigt genau dieses Thema so wunderschön plastisch, ja.

00:43:45: Also diese perfekten Frauen, dieses auch sehr fragwürdige Frauenbild, das da häufig eben

00:43:50: vermittelt wird und dann einfach so eine ganz normale Frau aus dem echten Leben, die zeigt,

00:43:57: wenn man das mal nachstellen würde, wie bizarr das eigentlich aussieht.

00:44:01: Ihr Mann macht auch häufig mit und das ist wirklich zum Wegwerfen Celeste Barber, kann

00:44:06: man wirklich mal suchen und anschauen.

00:44:08: Ich glaube, da macht dann auch digitale Medien Spaß und ist gar nicht stressig.

00:44:13: Ja, genau.

00:44:14: Und ich glaube, das ist wirklich auch so was, ich will das auch überhaupt gar nicht nur

00:44:18: verteufeln, ja.

00:44:19: So gibt da ganz viele tolle Dinge, wo man einfach auch einen großen Nutzen draus ziehen kann

00:44:25: und die Frage ist aber eben, was genau gucke ich mir da an und wie nehme ich das wirklich

00:44:31: überhaupt wahr?

00:44:32: Also wie denke ich da auch drüber?

00:44:34: Und das kann man dann eben in so einem Fall zum Beispiel, sieht man, dass man das manchmal

00:44:38: auch gar nicht so ganz ernst nehmen muss.

00:44:40: Und ich finde einfach auch, dass es da ganz viele Möglichkeiten gibt, um sich auch was

00:44:47: Gutes zu tun, wenn wir davon der Gesundheit schon sprechen.

00:44:50: Beispielsweise kann ich ja auch Gesundheits-Apps nutzen oder eine Meditations-App oder ich

00:44:57: kann zum Beispiel auch Online-Therapien machen.

00:45:00: Es wäre ja vor Corona fast schon undenkbar gewesen.

00:45:04: Ja.

00:45:05: Und da gibt es ganz, ganz viele, also ich mache das zum Beispiel in der Praxis auch häufig,

00:45:09: wenn Leute nicht jede Woche vor Ort sein können oder so.

00:45:12: Und ich glaube einfach, dass wir, wenn wir da nochmal genau gucken, wie kann ich es eigentlich

00:45:18: positiv für mich nutzen und eben nicht nur passiv sozusagen konsumieren, wie du vorhin

00:45:24: gesagt hast, dass wir da ganz, ganz viele Vorteile auch von den digitalen Medien natürlich

00:45:29: haben.

00:45:30: Das stimmt, ja.

00:45:31: Man kann auch wahnsinnig viel lernen.

00:45:32: Also wenn man die richtigen Kanäle abonniert hat.

00:45:35: Ja, natürlich.

00:45:36: Und ich finde sowieso.

00:45:38: Also das ist ja gerade dieser erleichterte Zugang zu Wissen oder zu Bildung.

00:45:43: Da sind natürlich diese ganzen Online-Möglichkeiten genial.

00:45:49: Stress lasst nach.

00:45:51: Ich würde abschließend sagen, wenn wir die Weh-Fragen dabei angucken, was, wer, wie, wie,

00:45:56: wie lang, wo und dass so für uns beantworten, dann ist der Stress gar nicht so groß.

00:46:01: Ja.

00:46:02: Also ich finde schon, wenn man sich das mal ganz aktiv bewusst klar macht, dass wir da

00:46:08: eben auch gestalten und steuern können und selbstwirksam sein können, dann ja, kann

00:46:15: man den Stress schon auch so ein bisschen minimieren, steuern oder ja, für sich selbstbestimmen,

00:46:21: wie groß oder klein der eigentlich sein soll.

00:46:24: Tatjana, vielen lieben Dank für dieses ganz, ganz tolle Gespräch, für die vielen tollen

00:46:29: Beispiele vor allem, wie ich das bei mir anwenden kann.

00:46:32: Wahnsinn.

00:46:33: Dankeschön.

00:46:34: Ja, vielen Dank für das schöne Gespräch.

00:46:38: Es sind jetzt glaube ich ganz viele unterschiedliche Aspekte mit eingeschlossen.

00:46:42: Wahnsinn, ja.

00:46:43: Ja, auch durch deine wunderbaren Fragen.

00:46:46: Also vieles ist mir auch nochmal so im Gespräch klarer geworden.

00:46:49: Ja, vielen herzlichen Dank für dieses schöne Gespräch.

00:46:52: Danke.

00:46:54: Danke.

00:46:57: [Musik]

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